Asmodinas Leichenhaus

Asmodias Leichenhaus

ASMODINAS LEICHENHAUS spielten von 1996 bis ungefähr 2002 ungefähr 70 Konzerte. Oftmals vor den Bühnen, nicht selten zwischen den Stühlen und meistens für Spritgeld, Essen und Pennplätze.

Ungefähr Anfang 1996 fanden sich in Höxter „Chris Wut“, „Phil Wild-in-the-Streets“ und „Mark
Industriefeind“ in einem ebenso schlecht isolierten wie schimmeligen Keller in unüberhörbarer
Unweite der Fußgängerzone zusammen, um den HX-HC-Mikrokosmos um eine Ballerkapelle zu
erweitern und nebenbei die Hörgewohnheiten der weserbergländischen Outback-Bewohner an
ihren Markttagen empfindlich zu strapazieren. Nach wenigen Wochen genügte ein zweiminütiger
Anruf, um den „Paddynator“ für das Mikrophon zu gewinnen. Christian und Philipp malträtierten
derzeit bereits Gitarre und Bass in „MEHR WUT“. In ASMODINAS LEICHENHAUS besetzte
Christian ohne aktive Vorkenntnisse das Schlagzeug, Paddy lernte das Mikrophon richtig herum zu
halten, während Mark und Philipp entdeckten, dass ihre Instrumente mit vier beziehungsweise sogar
sechs Saiten ausgestattet waren.

Der Sound ergab sich aus schlechtem Equipment, kaum vorhandener musikalischer Vorbildung,
Einflüssen von z.B. Napalm Death, Dropdead, SSD, Razzia. Mehr oder minder bewusst wurde
etwas angestrebt, was damals unter dem Begriff Powerviolence in den Prä-Internet-DIYNetzwerken
viral ging.

Alles weitere ergab sich aus unbändiger Spielfreude und der Notwendigkeit, eine angemessene Ausdrucksform für Frust, Wut, Hass und Enttäuschung über die systematische kapitalistische Zerstörung des Planeten und der Menschheit durch die Menschheit zu finden. Obwohl bei den Proben unter den Protagonisten selbst nach einigen Monaten noch nicht immer keine einvernehmliche Klarheit darüber vorhanden war, wie die genaue Struktur der Songs nun ursprünglich war, geschweige denn, wann das Ende eins „Liedes“ erreicht war, folgten bald die ersten überregionalen Konzerte in üblich-verdächtigen DIY-Schuppen. Bis etwa 2002 folgten Touren kreuz und quer durch zentraleuropäische Squats und AJZs mit Bands wie Hybris, Chorea, Stack, Ebola (D), Ebola (GB), Seein´Red, Soma, Battle of Disarm, Dystopia, The Now Denial oder Yacopsäe um nur einige zu nennen.

Landflucht in verschiedene Richtungen, unterschiedliche, bis kaum vorhandene Lebensentwürfe und der Mangel an Gratisgeld strapazierten das Bandgefüge. Als ASMODINAS LEICHENNHAUS bereits drohte zu nicht mehr als einer John-Sinclair-Geschichte zu werden und vielleicht schon in den letzten Atemzügen lag, ersetzte „Ralph Marichachi“ Philipp am Bass. Später hatten die ehemaligen Hinterland-Punks in unterschiedlichen Bands wie Zeroid, Tobsucht, The 244GL, Lowbot, FUO, Attack of the Mad Axeman, Flop 47, Lésions Graves die Finger drin.

Tonträger:

  • 9-Song-Tape Asmodinas Leichenhaus, untitled – Industriefeind Records 1996(?)
  • 7″ Asmodinas Leichenhaus, untitled – Industriefeind Records 1997
  • Split-Tape Spite/Asmodinas Leichenhaus, live @ bAZille Kassel 1996 – Karlsqual Records/Volxzorn Klangbänder
  • Split 7″ Chorea / Asmodinas Leichenhaus – Flowerviolence / Industriefeind Records 1998
  • Crack-Brained – Tape-Compilation für den Infoladen Zappalotta und den Plattenladen Indiepunk Records in Lörrach – mit ca. 20 anderen Combos 1999(?)
  • Split-Tape Asmodinas Leichenhaus / Jeanxseberg – Najsprajs Tapes 2003

Samplerbeiträge:

  • 7″ Onslaught (International Hardcore Compilation) – mit Ruido, Malice, Vilently Ill, More Noise for Life, Nietenpunx, B.S.E., Conation, Pangs of Remorse, Asmodinas Leichenhaus, Mit dem Trauma Leben – G7 Records 2000(?)
  • 7″ Drei Akkorde… Freiheit – mit Wut-Entbrannt, Mrtva Budoucnost, Kort Process, Burned Out, Küchenmesser Nr.8, White Rabbit, Asmodinas Leichenhaus – Schandmaul Records 1998

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